Kurzfilmreihe GutMensch* – kurze Filme für Geschlechtergerechtigkeit

Klein aber fein, kurz aber geistreich – das Genre des Kurzfilms ist abwechslungsreiches Experimentierfeld und kreative Fundgrube zugleich. In seiner künstlerischen Vielfalt bildet der Kurzfilm gesellschaftliche und menschliche Vielfalt ab. Doch nicht nur die Vielfalt der Geschlechter, der Lebensweisen, der Identitäten und der Biographien ist Thema unserer Kurzfilmtour. Auch die Gewalt, die Menschen aufgrund eines angeblichen „Andersseins“ erleiden, findet Ausdruck. Und manchmal ist es die Solidarität untereinander, die die wahre Größe in unserer Gesellschaft ausmacht.

Mit GutMensch* greifen wir das sinnentleerte Konstrukt des „Gutmenschen“ auf, das im Zuge der sogenannten „Flüchtlingskrise“ und der Kritik am sogenannten „politisch korrekten Bürger“ inflationär ge- und missbraucht wird. Wir besetzen GutMenschen* positiv neu. (Neu)rechter Polemik und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit halten wir entgegen: Menschen sind vielfältig. Und Vielfalt bereichert unsere Gesellschaft.

Kurzfilmreihe 2018

Mit einem Programm aus sechs Kurzfilmen sind wir vom 02.10. bis 15.11. 2018 durch Dresden, Torgau, Großenhain, Markkleeberg, Görlitz, Olbernhau und Plauen getourt. Halt haben wir dabei jeweils bei lokal ansässigen Vereinen und Initiativen gemacht, die sich für eine demokratische und offene Gesellschaft einsetzen. Alle Kurzfilme liefen 2018 im Wettbewerb des FILMFEST DRESDEN – International Short Film Festival. Auch der Preisträger des erstmals vergebenen Goldenen Reiters* für GeschlechterGerechtigkeit war im Programm.

Die Filme wurden einzeln von Kooperationspartner*innen vor Ort laudatiert. Sie liefen entweder ohne Dialog, auf Deutsch oder teilweise mit deutschen Untertiteln. Im Anschluss und zwischen den Filmen gab es Raum für Gespräche und Diskussionen.

Folgende Filme liefen im Programm: Love me – Fear me (Veronica Solomon, D, 6 min), Halmaspiel (Betina Kuntzsch, D, 14 min), Neko No Hi – Cat Days (Jon Frickey, D, 11 min), Deer Boy (Katarzyna Gondek, Polen/Kroatien/Belgien, 15 min), Retouch (Kaveh Mazaheri, Iran, 19 min), Mrs McCutcheon (John Sheedy, Australien, 17 min)

Eine Veranstaltung des LAG Queeres Netzwerk Sachsen e.V., des Genderkompetenzzentrums Sachsen sowie des LAG Jungen- und Männerarbeit Sachsen e.V., in Kooperation mit dem FILMFEST DRESDEN.