Out of the box
Intersektionalität in diskursiven Prozessen neu verstehen
Seit Juli 2025 läuft am Genderkompetenzzentrum Sachsen das Projekt Out of the box – Intersektionalität in diskursiven Prozessen neu verstehen.
Gefördert wird es durch das Bundesprogramm Demokratie leben! des Bundesministeriums für Bildung Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Website in Bearbeitung
Unsere Website wird aktuell überarbeitet, bald gibt es hier mehr zu entdecken.
Bei Fragen erreichen Sie uns unter outofthebox(at)genderkompetenz-sachsen.de
Was ist Intersektionalität?
Intersektionalität ist ein Begriff, der das Zusammenwirken mehrerer Unterdrückungsmechanismen beschreibt. Das Konzept wird sowohl in der wissenschaftlichen Forschung als auch in pädagogischen, bildungspolitischen und aktivistischen Zusammenhängen verwendet.
Das Konzept der Intersektionalität wurde 1989 von der US-amerikanischen Juristin Kimberlé Crenshaw eingeführt. Sie zeigte auf, dass Machtachsen wie Geschlecht, „race“ (ethnische Zugehörigkeit) und Klasse sich überschneiden und nicht isoliert betrachtet werden können.
Der Begriff stammt vom englischen „intersection“, was „Kreuzung“ oder „Schnittpunkt“ bedeutet. Er verdeutlicht, dass Diskriminierungen häufig unterschiedliche Gründe und Quellen haben und sich gegenseitig überlagern oder verstärken können.
Zentrale Aspekte
- Mehrdimensionale Diskriminierung: Intersektionalität beschreibt, wie verschiedene Diskriminierungskategorien wie z.B. Geschlecht, ethnische Herkunft, soziale Herkunft, Behinderung, sexuelle Orientierung, Alter oder Aussehen miteinander verflochten sind und sich gegenseitig beeinflussen.
- Analyse von Machtverhältnissen: Das Konzept dient der Analyse kultureller und gesellschaftlicher Machtverhältnisse, insbesondere um soziale Gerechtigkeit zu fördern.
- Beispiel: Eine schwarze Frau kann beispielsweise sowohl Rassismus als auch Sexismus erfahren, diese Diskriminierungen wirken nicht unabhängig voneinander, sondern überschneiden sich und schaffen eine spezifische Erfahrung von Benachteiligung.
Empfohlene Quellen:
- Crenshaw, Kimberlé (1989): Demarginalizing the Intersection of Race and Sex: A Black Feminist Critique of Antidiscrimination Doctrine, Feminist Theory and Antiracist Politics. In: University of Chicago Legal Forum, Jg. 1989, Nr. 1, S. 139-167
- Offen, Susanne (2019): Intersektionalität als Bezugspunkt in Jugendarbeit und politischer Bildung? Herausforderungen eines beweglichen Modells.
- Walgenbach, Katharina (2012): Intersektionalität – eine Einführung.
- kurz erklärt: INTERSEKTIONALITÄT – Vielfalt Mediathek
- Was ist Intersektionalität? | Gunda-Werner-Institut | Heinrich-Böll-Stiftung
- Intersektionalität | Gender-Mediathek
Kontakt
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