Filmpreis für Geschlechtergerechtigkeit

Erstmals hat das Genderkompetenzzentrum Sachsen zum 30. Filmfest Dresden 2018 gemeinsam mit der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Jungen- und Männerarbeit Sachsen und der LAG Queeres Netzwerk Sachsen den Filmpreis „Goldener Reiter* für GeschlechterGerechtigkeit“ gestiftet. 2018 war der Preis mit eintausend Euro dotiert, 2019 konnte er auf 1200 Euro aufgestockt werden. Der Preis wird zusätzlich vom Sächsischen Staatsministerium für Soziales, Fachbereich Gleichstellung und Integration, unterstützt.

Der Preis sollte an eine*n Filmemacher*in bzw. an ein Filmteam gehen, der*die mit seinem*ihrem Kurzfilm eine besondere Sensibilität für Geschlechterfragen weckt oder an den Tag legt. Ziel der preisstiftenden Organisationen war es, die in Sachsen schon vielfältig bespielten Themenfelder Gender Mainstreaming und Geschlechtergerechtigkeit weiter in die Mitte der Gesellschaft zu rücken.

Dazu wird eine dreiköpfige Jury berufen, die aus allen Filmen des Nationalen und Internationalen Wettbewerbs den Preisträgerfilm ausgewählt.

Preisträgerfilm 2019

2019 ging der Preis im Rahmen des 31. Internationalen Kurzfilmfestivals an „JUCK“ von Olivia Kastebring, Julia Gumpert und Ulrika Bandeira.

Laudatio: Immer noch ist der ‚weibliche* Körper‘ Austragungsort patriarchaler Machtdiskurse. Der Beschränkung körperlicher Ausdrucksformen und weiblicher* Lebenswelten durch Sexismus, Rassismus, Heteronormativität, Gewalt, Alter oder Aussehen wird ein empowerndes Selbstverständnis für alle entgegengesetzt: provokativ, verbindend, aggressiv, solidarisch, ermutigend, befreiend.

Eine lobende Erwähnung bekam der Film „Wren Boys“ von Harry Lighton.

Die Pressemitteilung zur Verleihung des Filmpreises 2019 finden Sie hier.

Podcasts zum 31. Internationalen Kurzfilmfestivals vom Genderkompetenzzentrum Sachsen

Preisträgerfilm 2018

2018 wurde der Preis an den Hamburger Regisseur Jon Frickey mit seinem Animationsfilm „Neko ni Ha – Cat Days“ vergeben.

Laudatio: Die Entwicklung der geschlechtlichen Idendität setzt die Freiheit zur Selbstdefinition voraus. In medizinischen Diagnosen wird besonders Trans- und Interpersonen diese Freiheit oft nicht zugestanden. Dem setzt der Preisträgerfilm ein ermutigendes und „Be whatever you want to be.“ entgegen. Animiert für Kinder, fordert er jeden Menschen zu selbstbewusster Authentizität auf. Leben wir das, was wir wirklich fühlen!

Eine lobende Erwähnung bekam der Film „Mrs McCutcheon“ von John Sheedy.

Interview mit dem Preisträger 2018
Impressionen von der Preisverleihung 2018