Filmpreis für Geschlechtergerechtigkeit und Kurzfilmreihe Gut, Mensch*

1. Filmpreis für Geschlechtergerechtigkeit in Sachsen

Erstmals hat das Genderkompetenzzentrum Sachsen zum 30. Filmfest Dresden gemeinsam mit der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Jungen- und Männerarbeit Sachsen und der LAG Queeres Netzwerk Sachsen den Filmpreis „Goldener Reiter* für GeschlechterGerechtigkeit“ gestiftet. Er wird erstmals vergeben und ist mit eintausend Euro dotiert. Der Preis wird zusätzlich vom Sächsischen Staatsministerium für Soziales, Fachbereich Gleichstellung und Integration, unterstützt.

Der Preis sollte an eine*n Filmemacher*in bzw. an ein Filmteam gehen, der/die mit seinem/ihrem Kurzfilm eine besondere Sensibilität für Geschlechterfragen wecken oder an den Tag legen. Ziel der preisstiftenden Organisationen war es, die in Sachsen schon vielfältig bespielten Themenfelder Gender Mainstreaming und Geschlechtergerechtigkeit weiter in die Mitte der Gesellschaft zu rücken. Dazu wurde eine dreiköpfige Jury berufen, die aus insgesamt 69 Kurzfilmen den Preisträgerfilm ausgewählt hat. Vergeben wurde der Preis an den Hamburger Regisseur Jon Frickey mit seinem Animationsfilm „Neko ni Ha – Cat Days“.

Kurzfilmreihe „Gut, Mensch*“

Um das Thema Geschlechtergerechtigkeit auch darüber hinaus in den Freistaat Sachsen zu tragen, wollen wir mit unseren Kooperationspartner*innen im Herbst diesen Jahres mit Unterstützung des Filmfests Dresden mit der Kurzfilmreihe „Gut, Mensch*“ auf Tour gehen. Im Oktober und November planen wir derzeit Kurzfilmabende in verschiedenen Landkreisen Sachsens. Für die Landkreise Nordsachsen, Meißen und Görlitz konnten wir schon Kooperationspartner*innen finden, auch im Erzgebirgskreis und Landkreis Leipzig sind wir schon in der Planung. Falls auch Sie Lust haben unsere FilmTour in Ihren Landkreis zu holen, sprechen Sie uns an – wir freuen uns mit Ihnen gemeinsam unsere Kurzfilmreihe zu realisieren!

Worum geht es?

Die Kurzfilmreihe läuft unter dem Titel „Gut, Mensch*“. Damit greift sie den innerhalb der letzten Jahre insbesondere im Zuge der sogenannten Flüchtlingskrise und des Einsatzes gegen Rechtspopulismus und Demokratieverdrossenheit negativ gebrauchten Begriff des „Gutmenschen“ auf und besetzt ihn positiv neu. Neurechter Polemik und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit soll hiermit etwas entgegengesetzt werden: Menschen sind vielfältig. Und Vielfalt bereichert unsere Gesellschaft. Der oder die einzelne geht uns dabei aber nicht verloren – Menschen erleiden Diskriminierung aufgrund vieler Merkmale. Mit unserer Kurzfilmtour fokussieren wir hierbei auf die Diskriminierungsmerkmale Geschlecht und Sexualität.

Die Filmauswahl und Kuratierung des Programms erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Filmfest Dresden – Internationales Festival für Animations- und Kurzfilm. Zu den sich stellenden Zielen der Tour und Kriterien für die Filmauswahl zählen:

  • die Sensibilisierung für Geschlechtergerechtigkeit sowie für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt und vielfältige Lebensweisen
  • Sensibilisierung gegen insbesondere häusliche Gewalt in allen Facetten
  • Stärkung von und Kooperation mit regionalen Akteur*innen im ländlichen Raum
  • Netzwerkarbeit: Inspiration zu, Ermöglichung von und Austausch über Kooperationen und gemeinsame Projekte, insbesondere außerhalb der großen Städte